Rückwärtsauktionen

Rückwärtsauktionen oder auch Niedrigstgebotsauktionen sind auch eine neue Art von Auktionen. Wobei das Prinzip nicht wirklich einer Auktion gleicht, sondern eher einer Losbude.

Eine Auktion hat auch hier eine vorgegebene Laufzeit von mehreren Tagen bis hin zu mehreren Monaten. In dieser Zeit können Gebote für den Artikel abgegeben werden. Jedes Gebot kostet auch hier wieder 0,5 Euro. Bei dieser Auktion gewinnt aber nicht der jenige mit dem höchsten Gebot, sondern derjenige mit dem niedrigsten einmaligen Gebot. Am besten lässt sich dies anhand folgender Grafik erklären.


Es gibt folgende Ausgangssituation:

  • 2 Teilnehmer bieten 1 Cent
  • 3 Teilnehmer bieten 2 Cent
  • 1 Teilnehmer bietet 3 Cent
  • 4 Teilnehmer bieten 4 Cent
  • 3 Teilnehmer bieten 5 Cent
  • 5 Teilnehmer bieten 6 Cent
  • 1 Teilnehmer bietet 7 Cent
  • 4 Teilnehmer bieten 8 Cent
  • 6 Teilnehmer bieten 9 Cent
  • 4 Teilnehmer bieten 10 Cent

Dann wäre der Teilnehmer, der 3 Cent geboten hat, derjenige mit dem niedrigesten einmaligen Gebot. Der Teilnehmer, der 7 Cent geboten hat, hat zwar auch ein einmaliges Gebot, es ist aber nicht das niedrigste.

Während der Auktion kann man sehen, ob man das Gebot, dass man abgegeben hat einmalig ist oder nicht und ob es das niedrigste ist. Allerdings kann es passieren, dass kurz vor auktionsende jemand anders den gleichen Betrag bietet und damit der Artikel leider nicht ersteigert wurde.

Bei diesem Auktionstyp fehlt allerdings die Spannung, da man teilweise ewig auf das Ergebnis warten muss. Des Weiteren hat man keine Einflussmöglichkeit auf das Endergebnis und auch keine Übersicht, wieviele Gebote bereits zu welchem Preis eingegangen sind. Das bedeutet, wenn schon 200 Leute 1 Cent geboten haben, wird dies nirgendwo ersichtlich und vielleicht sind Sie der 201 in der Liste.

Natürlich kann man auch hier ein Schnäppchen machen. Wenn man es schafft mit 0,5 Euro Einsatz ein wesentlich wertvolleren Artikel zu gewinnen. Aber die Wahrscheinlichkeit ist außerordentlich klein. Besonders bei großen Anbietern wie z.B. Hammerdeal.

Wie auch bei den Centauktionen ist hier die Transparenz ein großes Problem. Denn von der technischen Seite ist es auch hier kein Problem, die Auktion so zu programmieren, dass jedes von einem echten User abgegebenes Gebot von dem System automatisch ausgeglichen wird, so dass am Ende niemand gewinnen kann. Da dies natürlich Betrug wäre, sollte man davon ausgehen, dass die auf dieser Seite genannten Anbieter solch eine Strategie nicht verfolgen.

 

Anbieterübersicht

Die Anbieter sind nach dem Alphabet sortiert:

 

Bietsau  

Bietsau.de

Bietsau von der Firma Teletabs gibt es seit Anfang 2008. Das ist bereits eine beachtliche Zeit, die sich diese Seite gehalten hat. Anfänglich hatte der Betreiber wohl einige Probleme mit dem Konzept. Wer ein bisschen im Internet sucht, der findet schnell negative Beiträge über diese Seite.

Ich frage mich bis heute, wer bei solch einer Auktion mitmacht. Denn im Gegensatz zu anderen Rückwärtsauktionen gibt es bei Bietsau nicht so übermäßig tolle Angebote. Auf anderen Portalen werden Autos versteigert, da kommt man mit den kleinen Geldpaketen nicht wirklich hinterher.

Da der Betreiber aber anscheinend viel Geld in Radiowerbung investiert hat, kommt wohl doch einiges bei rum. Sonst würde es die Seite ja auch nicht mehr geben. Gebote kosten hier auch zwischen 25-50 Cent. Bei der Anmeldung gibt es gleich mal 2 Gebote geschenkt. Damit kann man dann gleich loslegen und sehen ob es "saudumm" für einen gelaufen ist, oder ob man vielleicht sogar "Schweingehabt" hat. Das hab ich mir übgrigends nicht ausgedacht, so heißt das wirklich auf der Seite. Der führende, also der mit dem niegrigsten einmaligen Gebot wird immer angezeigt. Außerdem wird angezeit, wieviele Bieter sich an einer Auktion beteiligen und wieviele davon aktiv sind.

 

Nicht sonderlich gelungen finde ich die Darstellung der Seite. Viel zu viele verschiedene Farben, die einen eher verwirren, als Übersicht zu schaffen. Hier könnte man bei der Usability noch ein wenig nachlegen.

Auf beendete Auktionen hat man keinen Zugriff und kann so auch nicht sehen, wieviele Gebote von wem auf den einzelnen Artikel eingegangen sind. Wenn man versucht auf eine beendete Auktion zu klicken, wird man gleich zu Amazon weitergeleitet ^^

Leider besteht nicht die Möglichkeit, dass man den Artikel zum Festpreis erwerben kann, falls man die Auktion nicht als Gewinner verlässt. Somit ist hier, im Falle des Verlusts, das gesamte eingesetzte Geld weg.

Da es andere Auktionsplattformen gibt, die etwas transparenter sind und die Möglichkeit des Sofortkaufs nicht gegeben ist, nutze ich diese Plattform nicht. Und finde Sie auch nicht empfehlenswert. Aber wie so oft, muss das jeder für sich selbst entscheiden.

Bietsau

Weiterführende Links zu Bietsau.de

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Eine Diskussion auf Auktionshaus.info 

Ein aktuellerer Erfahrungsbericht 

Dubli.com  

Dubli.com

Dubli.com gehört wohl auch eher in die Kategorie Dinosaurier unter den Anbietern. Oder Sie schaffen es den Eindruck zu vermitteln, dass Sie dazu gehören. Erreichen tun Sie das, indem Sie nicht nur Niedrigpreisauktionen anbieten, sondern auch Aufdeckauktionen, sowie ein Multi-Level-Marketing System betreiben. Als normal denkender fragt man sich wohl, warum man ein Multi-Level-Marketing System für eine Niedrigpreisauktion benötig? Ganz einfach: Um noch mehr Reibach zu machen :)

In Amerika ist die Seite wesentlich stärker vertreten. Für Europa gibt es einen gemeinsamen Webeauftritt. Die Seite sieht auch sehr proffessionell aus, vergleicht man Sie zum Beispiel mit der Seite von Bietsau.de. Man kann sich die Anleitung sogar extra vorlesen lassen.

Bei Dubli heißt die Niedrigpreisauktion Unique Bid. Ist aber im Endeffekt nichts anderes. Schlau gelöst ist, dass man nicht in Centschritten bieten kann, sondern in 20 Centschritten. So bekommt man einen höheren Verkaufspreis zusammen und es gibt nicht so viele Möglichkeiten, dass auch wirklich jemand als Gewinner hervor geht. Bei einem 10 Euro Artikel könnten hier z.B. nur 50 verschiedene Gebote eingehen. Bei anderen Plattformen gibt es hier allerdings 1000 verschiedene. Das führt wohl dazu, dass die Leute häufiger die gleichen Beträge bieten. Laut Website wird ein Artikel nicht verkauft, wenn es kein einmaliges Gebot gibt, dafür verfallen aber die Gebote. Ich hoffe es wird klar, worauf das hinausläuft ;)

 

In Deutschland übernimmt den Vertrieb ein sogenanntes Multi-Level-Marketing System. Ich habe nichts gegen solche Systeme, solange Sie fair sind. Davon gibt es aber nicht wirklich viele.

Dubli spart sich somit die Werbekosten, da dies die Vertriebspartner übernehmen und im Direktvertrieb die Plattform an ihre jeweiligen Kunden weitergeben. Um dort mitzumachen muss man erst einige 100 Euro Mitgliedgebühr bezahlen. Die Gebote, die man an seine Kunden weiterverkauft, muss man auch vorher selber kaufen. Das bedeutet, dass man erst mal hohe Investitionen hat, die überhaupt nicht sein müssten.

Durch Afflliate Marketing könnte man die ganze Geschichte wesentlich reibungloster für die einzelnen Vertriebspartner lösen. Aber brauch man ja nicht, da die einmal gekauften "Credits" nicht wieder zurück gekauft werden. Ergo, ist das in jedem Fall ein super Geschäft für Dubli. Dafür machen Sie aber auch schöne Werbung und locken mit viel Geld und Reisen und Ansehen und was alles in der MLM Branche so dazu gehört.

Dazu sollte man auch noch beachten, dass Dubli das Geschäftskonzept geändert hat. Im Jahre 2007 sollte Dubli noch so etwas wie eine Mischung aus Amazon und Ebay werden.

Als Fazit für mich persönlich kann ich nur sagen: Finger weg! Aber von mir aus probiert es einfach mal aus. Vielleicht gewinnt ja jemand und kann mich eines besseren beleheren.

Dubli.com

Weiterführende Links zu Dubli.com

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Testberichte auf Ciao.de 

Centgebote  

Einzelgebot.de

Einzelgebot macht auf mich einen etwas unterentwickelten Eindruck. Das liegt vor allem am Design. Die Plattform macht den Eindruck, dass dort jemand eine günstige Software gekauft an und als "Nicht-Webdesigner" ein eigenes Design gebalstelt hat. Aber anscheinend läuft es ja auch ohne gutes Design.

Man muss zugute halten, dass es alles wichtige auf einen Blick gibt. Es sieht halt einfach nur sehr unproffesionell aus. Kontakt gibt es auch nur per Mai und das auch nur zu ganz bestimmten Zeiten. Anscheinend ist das nur ein Nebengeschäft um das man sich nicht allzu sehr kümmern muss.

Bei der Anmeldung gibt es ganze 5 Euro geschenkt. Im Vergleich zu anderen Plattformen wirklich eine Menge. Aber wenn man vergleicht, dass es zu Zeiten bei denen ich mich angemeldet habe noch 20 Euro gab, ist es doch nicht mehr soviel.

Dafür kosten die Gebote aber nicht alle 50 Cent, sonder immer unterschiedlich. Das führ dazu, dass auf dem Konto auch Restbeträge bleiben können, mit denen man nicht mehr bieten kann.

Ich habe damals mit meinen 20 Euro auf einen Artikel geboten. Also knapp über 50 Gebote. Ich habe aber leider nichts gewonnen.

 

Um herauszufinden, ob man auf dieser Seite wirklich etwas gewinnen kann, sollte man sich mit mehreren Freunden anmelden und absprechen, wer welchen Gebotsbetrag abdeckt. Wenn ihr bis 3 Euro alles abdeckt, sollte der Gewinn so gut wie euch gehören. Denn wenn man sich die abgelaufenen Auktionen ansieht, kann man gut verfolgen, dass kaum ein Artikel für mehr als 3 Euro verkauft wird.

Gut finde ich allerdings, dass man unter den abgelaufenen Auktionen einen sehr guten Überblick hat. Allerdings kann man dadurch feststellen, dass immer wieder die gleichen Leute bestimmte Auktionen gewinnen. Einige haben schon so viele Gebotspakete gewonnen, dass man sich fragt, was die damit alles ersteigern wollen oder ersteigert haben.

Denn verfallen lässt man sein Geld in der Regel ja nicht.

Da es aber auch hier keine Sofortkaufoption gibt, kann nich nur empfehlen sich einmal anzumelden und dann die 5 Euro zu verzocken. Mehr aber nicht, denn sonst ist das Geld weg.

Centgebote

Weiterführende Links zu Einzelgebot.de

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Hammerdeal  

Hammerdeal.de

Hammerdeal.de ist eigentlich für Niedrigstpreis Auktionen bekannt. Aber da man wohl auch dort festgestellt hat, dass man die User mit Centauktionen schön unterhalten kann und viel Geld verdienen kann, sind jetzt zum Großteil nur noch Centauktionen auf der Plattform zu finden.

Oben auf der Seite, möglichst zentral im Blickfeld des Users sind die Niegrigstpreis Auktionen dargestellt. Meist handelt es sich um schicke Autos, die für nur ein Paar Cent ersteigert werden können ;)

Rechts oben auf der Seite sieht man sofort, welche Vorteile man als User bekommt:

1. Seriös und immer transparent

2. Kostenlose Mitgliederauktionen

3. Zwei kostenlose freigebote

Bei der Transparenz muss ich zugeben, ist das optimal gelöst. Ich kenne kein anderes Auktionshaus, bei dem man so gut nachvollziehen kann, wer was wann gewonnen hat.

 

Leider fällt dabei schnell auf, dass auf Hammerdeal.de immer die gleichen Leute gewinnen. Und leider auch mehrmals den gleichen Artikel ersteigern. Als Verlierer solcher Auktionen fragt man sich da natürlich, was man mit mehreren Konsolen oder Staubsaugern anfangen soll. Und wieso begrenzt der Anbieter nicht die Möglichkeit, dass ein User immer wieder den gleichen Artikel ersteigern kann?

In der Gebotsübersicht kann man die letzten 25 Geboten sehen. Das ist absolut TOP im Vergleich zu anderen Auktionen. Allerdings dann auch hier immer wieder die gleichen Namen zu sehen. Außerdem muss man erst mal auf den richtigen Reiter klicken um die Übersicht zu sehen. Eine allumfassende Übersicht wäre mir hier lieber.

Seit Anfang des Jahres hat Hammerdeal.de das faire Ersteigern angeboten. Das sieht so aus, dass man den Artikel per Sofortkauf erhält wenn man nicht der höchstbietende ist. Im Vergleich zu anderen Plattformen ist das hier aber auch suboptimal gelöst, denn die abgegebenen Gebote werden nicht auf den Verkaufspreis angerechnet, sondern man bekommt Sie als Freebids zurück. Das bedeutet, dass man den vollen Kaufpreis bezahlen muss und beim nächsten Produkt bei dem die Freebids eingesetzt werden, diese natürlich nicht beim Sofortkauf erstattet werden.

Also ich persönlich würde mich freuen, wenn die Gewinne pro User beschränkt werden würden und die Übersicht ein bisschen besser gegliedert wird. Aber probiert es einfach selber einmal aus. Es gibt ja immerhin 2 Freigebote, damit kann man die Plattform ja einfach mal testen.

Hammerdeal

Weiterführende Links zu Hammerdeal.de

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Testberichte auf Dooyoo.de